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Eigentlich arbeite ich ja gerade höchst konzentriert an meiner Proseminarsarbeit. Aber für die habe ich noch 9 Tage Zeit also: Hey! Schau ich mal bei Twitter rein.

Und da lese ich Folgendes: “Es ist dir einen Tweet wert… Das ist gut!” (sinngemäßes Zitat. Worum es ging, ist eigentlich egal.)

“Es ist dir einen Tweet wert”… Welchen Wert hat ein Tweet? 10 Sekunden Lebenszeit? 1000€ Werbeerfolg? Oder doch nur ein Leerlaufprozess im Gehirn? (übrigens Quelle von ca 90% meiner Tweets) Schwer zu sagen…

Bedenkt man, dass manche Menschen mehr Zeit mit Twitter und Co verbringen als direkten Kontakt mit Anderen zu haben, dann sollte der Wert eines 140-Zeichen-Microblogeintrages-gedöns-Dingens (um mal ein anderes Wort als Tweet zu verwenden) doch eigentlich steigen. Schließlich wird die Möglichkeit des sozialen Kontaktes geboten.

Ja ne, is’ kla’!

“Es ist dir einen Tweet wert” ist mir einen Post wert… ist das jetzt gut oder schlecht? Hab ich gerade nur 5 Minuten meines Lebens verballert, damit das große Internet meine Meinung wahrnehmen könnte oder habe ich gerade Markenwert geschaffen und den Grundstein für mehr gelegt? Habe ich in manchen Twitterern den Wunsch geweckt mal wieder raus zu gehen und Leuten ins Gesicht zu schauen, während man Gespräche führt die mehr als nur 140 Zeichen haben?

Oder habe ich es einfach mal wieder geschafft, obwohl ich mich eigentlich alleine in die Bib gesetzt hab, damit mich niemand ablenkt, genau dies gerade selber getan hab?

Jupp, ich denke das wird’s sein. Verdammt…

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