Die Semesterferien (und damit leider auch die Klausuren) rücken langsam näher. Ich bin zwar eigentlich gerade im Lernstress aber es wird Zeit eine To-Do-Liste aufzustellen, was ich in der großen vorlesungsfreien Zeit so machen will.

Also, nachdem ich alle Klausuren geschrieben und meine Proseminarsarbeit abgegeben hab werde ich:

Mal gründlich aufräumen

meinen Kleiderschrank vernünftig einräumen

Eine Lampe für das Wohnzimmer kaufen und anbringen.

Mein Auto waschen

Mass Effect 2 kaufen und durchspielen

meinen Kletterschein machen

3mal die Woche ins Mcfit gehen… mindestens

Meine Einweihungsfeier machen

*geheim*

*geheim*

*geheim*

So… das wars erstmal. Mal schauen wieviel ich davon geschafft kriege. ^^

Ich habe gerade auf aberaberarne gesehen, dass übernächsten Freitag eine Protestaktion gegen die Schließung des Schauspielhauses in Wuppertal stattfinden wird. Eine gute Sache.

Hier zum Beitrag

Wollte aber was dazu loswerden.

*update* Wuppertal ist pleite. Die letzte Zahl die ich gehört habe lag bei über einer Milliarden (bin ner Fehlinfos aufgesessen! Sorry!)

80.000.000.000€ 1.000.000.000 Schulden sind immernoch kein Pappenstiel! Die Stadt muss sparen. Und das tut sie auch.

(Warum man nicht von Projekten wie den Döppersberg absieht, weiß ich da auch nicht. Aber selbst dieses Monsterprojekt wäre nur ein Tropfen auf den heißen Stein.) Schon jetzt ist die kommunale Selbstbestimmung in Wuppertal nur noch auf dem Papier gegen. Wegen der Schulden werden die meisten Entscheidungen jetzt in Düsseldorf getroffen. Ich kann mir vorstellen, dass es für Politiker bestimmt alles andere als schön ist, wenn man gewählt wird und jemand anderes dann die Entscheidungen trifft.

Und aus solchen Gründen muss halt versucht werden das Defizit abzubauen. Und da fiel der Rotstift auf das Theater. Ich denke das geschah nicht ohne Grund. Ich finde es immer wieder interessant zu sehen, wie sehr sich die Leute am Abend vor dem Cinemaxx drängeln, während vor dem Schauspielhaus nicht mal 10Prozent der Menge steht.

Woran liegt das?

Ich hab das neulich mal angesprochen und wurde dann sofort angemacht zum Thema: „Das liegt halt daran, dass das Kino wesentlich mehr Geschmäcker trifft!“

Jo… weshalb das Kino auch wesentlich mehr Geld macht. Weil’s das bietet was die Leute sehen wollen. Außerdem ist der Aufwand: Rolle/Blueray einlegen und auf Play drücken nicht so hoch wie, jedes Mal das Stück neu aufführen.

Aber als ich neulich im Theater war (ja, so was tu ich auch mal) waren die Sitzplätze praktisch alle besetzt! Okay, ich bin zu selten da, um ne Aussage darüber treffen zu können ob die Stücke in letzter Zeit alle so gut besucht sind.

Da man aber darüber nachdenkt das Schauspielhaus zu schließen, denke ich mal eher nein.

Nun ja. Was ich sagen will:

Natürlich ist es traurig, dass das Schauspielhaus geschlossen werden soll. Aber ich hab manchmal so das Gefühl, dass die Leute sich zwar über die Schließung aufregen, aber der Großteil so oder so nicht da hin gehen würden, um sich ein Schauspiel anzuschauen. Und nur dafür, dass es da ist brauchen wir kein Schauspielhaus. Man sollte also nicht nur gegen die Schließung demonstrieren sondern auch versuchen durch attraktivere Stücke (nicht irgendwas super sozialkritisches sondern eher was unterhaltsames) die Leute ins Theater zu locken. Ich denke so könnte man die Schließung langfristig verhindern!

Und ich glaub auch nicht, dass die Stadt durch ein Schauspielhaus so viel attraktiver für junge Familien wird… allerdings würde sie es durch verschiedene Gemeinde- und Jugendzentren… und über die kreist der Rotstift ja auch schon…

Hey Leute,

Ich leb noch, nur hab momentan recht viel zu tun und recht wenig zu schreiben. Ich hänge momentan knöcheltief in meiner Proseminarsarbeit und Arbeit für AIESEC und hab nebenbei noch ein zwei weitere Projekte am Laufen.

Deshalb nicht wundern wenns ein bissel ruhiger hier wird. ;)

Ich schau mal, vieleicht find ich was wichtiges zum schreiben!

… das war hart… meine Güte.

Sylvester war gut… verdammt, es war sehr gut. Ich hab mit Freunden in der WG von nem Kollegen gefeiert. War extrem lustig. Als ich dann irgendwann in der Nacht meine bessere Hälfte von HBF in Wuppertal abgeholt habe, vergaß ich leider, dass ich eigentlich nochmal zur Party zurück wollte und bin dann einfach mal mit zu Ihr nach Hause gefahren, wo ich wohl noch versucht habe, gute Stimmung zu verbreiten bevor ich dann ins Bett gefallen bin.

Der Tag drauf war nicht ganz so gut. Ich bin zwar morgens relativ gut aus dem Bett gekommen und konnte auch später die letzten Arbeiten an meiner Küche vollführen, was dazu führte, dass ich nun ne Küche habe. :D Aber dann hat mein Körper irgendwie stark abgebaut und mir erstmal nen gehörigen Kater verpasst. Ich danke hier nochmal Franziska, dass sie sich so lieb um mich gekümmert hat wodurch ich dann tatsächlich auch das überlebt hatte.

Gestern bin ich irgendwie dann den ganzen Tag nicht an einen PC gekommen weshalb ich erst heute hier rein schreibe:

FROHES NEUES!!!

Es geht langsam auf Sylvester zu und es wird Zeit mal auf 2009 und das vergangene Jahrzehnt zurück zu blicken. Ja ich weiß, ich bin nicht der erste, der auf die Idee eines „großen Jahresrückblick“ kommt.

Das Jahrzehnt

So habe ich heut gehört, dass das Album „Mensch“ vom Grönemeyer das weltweit meistverkaufte Album der letzten zehn Jahre war. Ebenso Harry Potter die erfolgreichste Bücherreihe. Cool oder… naja. Hat mich weniger interessiert.

Aber ich habe heute einen tollen Namen für unsere Generation gehört. Wir werden wohl ab jetzt auch die Nuller genannt. Weil dieses Jahrzehnt ja die „0“ als „fortlaufende Nummer“ hat. Trends der Nuller sind Arschgeweih, Wellness, Bloggen, Twittern (und weitere Internetplattformen) sowie das bekannte „to go“. Unser Jahrzehnt war wohl hektischer als die vorhergegangen, was sich auch auf die Menschen übertragen haben soll.

Das mag alles sein. Ich persönlich hab mir jetzt kein Arschgeweih stechen lassen und bin kaum in der Lage meinen Kaffee im gehen zu trinken, ohne mich dabei einzusauen. (Okay, was das Bloggen & Co angeht bin ich ein Nuller)

2009

Soviel zu den offiziellen Trends des vergangen Jahrzehnts. Kommen wir zu meinem persönlichen Jahr 2009. Ohne jetzt schon eine Bewertung einfließen zu lassen kann ich schon mal vorweg greifen und sagen. Es war ereignisreich.

Das Jahr hat eigentlich verdammt gut begonnen, denn zu Beginn des Jahres bin ich von zuhause ausgezogen. In eine WG im berühmten Luisenviertel der Wuppertaler Altstadt. Das Studenten-Viertel unserer Stadt.

Von zuhause weg zu sein war großartig. Ich genoss die Freiheiten und die Pflichten einen eigenen Haushalt zu haben. Und dann dauerte es nicht lange und eine sehr nette junge Dame trat in mein Leben. Und seit nunmehr fast 9 Monaten bin ich mit ihr zusammen. Und verdammt, das muss einmal gesagt werden.

Ich bin da richtig glücklich drüber.

Allerdings entwickelte sich anfangs unbemerkt (da nicht wirklich geredet wurde) später jedoch recht massiv das WG-Leben mehr und mehr negativ. Meine Mitbewohnerin war der Meinung, dass ich meine Aufgaben nicht zu ihrer Zufriedenheit erledigen würde. Ich sah und seh’ das anders, vor allem, weil sie selber ihre eigenen Ansprüche an mich, selber eigentlich auch nie erfüllte. Außerdem waren die meisten Vorwürfe, welche sie mir machte, genauso umgekehrt auf sie anzuwenden. Naja, aber davon nicht mehr. (beim letzten mal, als ich darüber geschrieben habe, verzeichnete der Blog irgendwie dreimal so viele Hits, woran das wohl liegen mag ;) )

Apropos Blog: Den hab ich im vergangen Jahr ja auch gestartet. Anscheinend hat sich ein gewisser harter Kern gebildet, den es alle paar Tage mal hierher verschlägt. Ich freu darüber, dass ihr euch hier blicken lasst und Interesse an den Artikeln habt, welche ich dann und wann poste.

Wenn ich eine Bitte äußern dürfte: Kommentare Leute! Kommentare ;)

Also ich bin dann zum Ende des Dritten Quartals aus der WG raus und bin erstmal bei Freunden, dann bei meiner Freundin und schließlich in meiner eigenen Wohnung untergekommen. Durch das Wohnen mit meinem Kollegen und bei meiner besseren Hälfte konnte ich sehen, dass es in einer WG auch recht harmonisch zugehen kann.

Die Wohnungssuche und das ständige „Nicht-zuhause-sein“ ging mir ziemlich auf den Sack, weshalb ich weder bei AIESEC noch im Studium richtig viel machen konnte. Außerdem hab ich nicht mehr wirklich geschafft regelmäßig zum Sport zu gehen… was dazu geführt hat, dass ich meinen Diätplan nicht wirklich einhalten konnte… was dazu geführt hat, dass meine „schlafenden Energiereserven“ zugenommen hatten. Naja Shit happens.

2010 – Die Preview

Für 2010 habe ich mir jedoch vorgenommen innerhalb von 6 Monaten auf 96 Kilo runter zu hungern und meine vier Scheine für dieses Semester zu machen. Und neben einem noch geheimen Projekt ist mein Plan, dass ich im kommenden Jahr genug Geld spare, um Ende des Jahres mein Auslandspraktikum über AIESEC zu machen.

Zusammenfassung.

Nun… Abschließend lässt sich sagen. Das vergangene Jahr war anstrengend, stressig aber auch verdammt gut. Es war ein spaßiger Ritt und ich will hier meinen Freuden danken, mit denen ich die letzten 12 Monate verbringen durfte. Außerdem will ich mich auch bei den Lesern dieses Blogs bedanken (was wahrscheinlich nahezu die gleiche Gruppe ist ;) ).

Ich wünsche euch allen einen guten Übergang und hoffe, dass ihr erreicht, was immer ihr euch vornehmt! Haut rein!

Es ist zwar gerade erst halb zehn, aber ich liege mit dem Netbook auf mir im Bett. Hier isset halt bequemer und ich bin auch einigermaßen fertig, sodass ich denke, dass ich nicht mehr allzu lange wach sein werde. Bevor ich auf dem Sofa einpenne verbringe ich lieber hier meine Zeit.

Warum  ich so müde bin? Heute war ja der Workshop von AIESEC und der A!B!C-Group und der war anstrengender als ich gedacht habe. Aber auf jedenfall lohnenswert. Ich liebe es etwas Praxisluft zu schnuppern und mit vollkommen neuen Leuten im Team zu arbeiten. Auch wenn die Aufgaben nicht ganz so waren wie ich mir das vorgestellt hab… aber dazu morgen mehr, jetzt wird erstmal etwas entspannt ^^

So weiter gehts, also:

Uns wurde zuerst eine Aufgabe gestellt, die zum Teambuilding verwendet wird. Wir sollten innerhalb von 15 Minuten einen Legoturm planen, wobei wir Prognose für gebrauchte Zeit, verwendete TEile und vorraussichtliche Höhe des Turms abgeben sollten. Nach diesen Kriterien wurde auch die Punktzahl des jeweiligen Teams bestimmt. Meine Gruppe und ich hatten nen sehr guten Plan den wir auch genau im Soll umgesetzt haben… dummerweise hatten wir einen kleinen Kniff nicht gesehen. So konnte man eine sehr hohe Punktzahl generieren, wenn man nur ein Teil in unter 40 Sekunden als Turm definiert. Auch wenn dieser keine Höhe hat, hat man doch die Maximale Punktzahl für Bauteile und Zeit bekommen.

Das Glück von unserem Team war, dass unsere GEgenspieler nicht damit gerechnet hatten, dass sie ihr einziges Bauteil auch erstmal aus einer Tüte nehmen mussten. So konnten sie die angegebene Bauzeit von einer Sekunde nicht einhalten und verloren so, die Punkte für die Bauzeit. Hierdurch konnten wir dennoch gewinnen… auch wenn unsere Gegenspieler die bessere Idee hatten.

Die Zweite, weit längere Aufgabe war ein Praxisfall, in dem wir als Unternehmensberater Lösungen für ein Unternehmen erarbeiten mussten. Dafür mussten wir erst einmal die Probleme des Unternehmens auflisten. Ich werde nicht mehr auf den Fall eingehen, weil das extrem viel Schreibarbeit bedeuten würde. Was ich aber sagen will, beide Teams entwickelten sehr gute Lösungen, wenn auch, wie wir hinterher im Feedback gesagt bekommen hatten, wir eher theoretisch an das Problem herangegangen sind. Dies führte dazu, dass wir soziale Aspekte unserer Entscheidungen nicht so stark beachteten wir es wünschenswert gewesen wäre. (Das andere Team wollte 30 von 100 Mitarbeitern entlassen)

Alles in allem kann ich nur sagen, dass der Workshop mir persönlich sehr viel gebracht hat. Das Feedback hat ne kleine Schwäche von mir bei Vorträgen aufgezeigt, die ich hoffentlich bis nächste Woche Mittwoch (da halte ich wieder nen kleinen Vortrag)  ablegen kann. Sonst war ich postiv von dem Feedback überrascht und konnte wieder etwas über meine Softskills lernen.

Ich sach mal danke AIESEC!!

Morgen findet der A!B!C!Workshop, den AIESEC in Kooperation mit der A!B!C! Group veranstaltet, statt. Das ist ein Projekt, dass wir im letzten Semester angefangen haben und dieses Semester endlich zuende bringen.

Es wird eine Case-Study gemacht, indem ein Fall aus der aktuellen Wirtschaft besprochen wird. Wir als Teilnehmer werden versuchen Lösungen für die Probleme eines Unternehmens zu finden.  Und das mit Hilfe typischer Managementinstrumente wie der Balanced-Score-Card und co. Find ich persönlich super geil.

Und zwar so super, dass ich dafür meinen Samstag opfere! Den das Teil geht von morgen 10 bis 16 Uhr. Freu mich drauf.

Mein Dad unterstützt mich auch soweit, als dass er mir dafür sein Netbook zur Verfügung stellt (worüber ich übrigens gerade blogge). Wir werden unsere Ergebnisse mit einer Powerpoint-Präsi präsentieren, und das Baby hier kann aller Office-Anwendungen abspielen. Find ich voll geil, will ich auch haben. ^^

Eigentlich sollte ich gerade meine Nase in mein Marketingbuch versenken, aber wollte eben schnell ne Kleinigkeit schreiben.

Scheine ich mich mit einer Geschwindigkeit zu bewegen die näher an der des Lichtes ist, als der Rest des Planeten. Mit anderen Worten, hab das Gefühl, dass mein Zeitraumkontinuum… Mhh… naja, ich hab das Gefühl, dass mir irgendwo Zeit fehlt. Es ist schon wieder Donnerstag! Verdammt, war gestern nicht Montag?

Hab extrem viel zu tun momentan und komm eigentlich auch gut voran. Hab festgestellt, dass ich dieses Semester wesentlich mehr aus den Vorlesungen mitnehme als in den vergangenen Jahren. Das is ziemlich cool, wenn man Fragen von den Profs auch tatsächlich beantworten kann. ^^

Naja, muss mal weiter lesen. Nächste Woche stellt meine Proseminarsgruppe ihr Thema vor und ich würde gerne auch ne Ahnung haben wovon ich da rede. :D Das hat nämlich so seine Vorteile wenn irgendwelche Fragen auftauchen!

Ich versuch noch diese Woche irgendwas hier zu schreiben was auch Sinn macht. Versprochen!! :D

Seit 5 Uhr bin ich wach! Bis jetzt habe ich keine Koffein oder etwas anderes aufputschendes zu mir genommen… Ein Wunder, dass ich überhaupt in der Lage bin mich zu bewegen! Und mein Bettchen ist noch in weiter Ferne! Denn heute ist ein AIESEC-Tag!

In Anbetracht der Tatsache, dass AIESEC-Wuppertal in der vergangenen Woche seinen neuen Vorstand für das nächste Jahr gewählt hat, scheint die Stimmung irgendwie energiegeladen! Die neuen Teamleiter (VicePresidents genannt) sind richtig scharf drauf, während ihrer Amtszeit richtig zu powern und das Motivationstief, welches sich leider in unserem LC (LocalCommittee) festgesetzt hat, zu vertreiben. Das ist ansteckend!

Ich persönlich bin etwas bei AIESEC zurück getreten und habe keine eigenes Projekt übernommen, sondern bin nun einfaches operatives Mitglied im Salesteam! Und ich hab auch endlich mal wieder eine greifbare Aufgabe! Bis Ende der Woche machen mein Projektleiter und ich eine Liste mit Unternehmen in Wuppertal, welche für eine Kooperation mit unserem LC in Frage kommen könnten. Diese Liste wird dann im Marketing Team aufgeteilt und abtelefoniert.

Ich muss nur schauen, wie ich das zeitlich packe, denn heute muss ich noch ein Takeover für mein altes Projekt veranstalten. Sprich, ich zeige der jungen Dame, welches den Semesterplaner für das kommende Semester entwirft, was sie beachten sollte. Und danach ist Teamtreffen vom Salesteam.

Klingt etwas nach Stress, aber ich freu mich, dass es im LC wieder voran geht…

Und wer weiß, vieleicht komm ich heute noch zum Sport! :D

Ich hatte neulich ein recht interessantes Gespräch mit meinem Dad über die aktuellen Bildungsstreiks. Er war der Meinung, dass es vor 30 Jahren so was wie Studiengebühren nicht gegeben hätte. Damals sind die Studenten wegen ganz andere Sachen auf die Straße gegangen und bei Gebühren fürs Lernen hätten diese Straßen gebrannt.

Ich pflichte ihm da bei, auch wenn ich das nicht beurteilen kann.

Allerdings stehe ich den heutigen Protestaktionen auch eher skeptisch gegenüber, da ich deren Auswirkung für eher gering halte und viele der Forderungen einfach schwachsinnig finde. Jemand meinte mal „Ich möchte das studieren was ich will, wo ich’s will, wie ich’s will und so lange ich will!“ Die ersten zwei Punkte unterschreibe ich sofort! Den dritten Punkt nicht unbedingt, weil es nun mal Standardfächer vorhanden sein müssen, wobei es momentan einfach ein paar viele sind. Dem vierten Punkt widerspreche ich jedoch vehement!

Klar ist das Studentenleben cool. Man kann sich entscheiden zuhause zu bleiben, wenn man will, ist (je nach Studienrichtung und –Fortschritt) recht wenig in der Uni und kann häufig mal richtig einen drauf machen und dann verkatert in der Vorlesung sitzen. Ich würde das auch gerne noch etwas länger machen… da liegt allerdings auch die Krux!

Irgendwann müssen wir von der Uni in die wirkliche Arbeitswelt. Und wenn ich mich im Alter von 35 Jahren irgendwo bewerbe und in meinem Leben nix anderes als Uni und nen paar Nebenjobs stehen habe ist das… eher unvorteilhaft! Und es gibt einfach ein paar Studis, die einfach unendlich lange studieren würden, wenn sie nur könnten. Etwas Druck muss halt gemacht werden.

Die Bundesregierung wählte dazu die Studiengebühren. Ne Scheißidee, ganz klar, vor allem weil man auch andere Konzepte hätte nehmen können. Meine Freundin fände es z.B. besser, wenn man praktisch nur für die Semester über die Regelstudienzeit hinaus bezahlen müsste und ich pflichte ihr da bei!

Dennoch bin ich nicht so ein wütender Feind der Studiengebühren wie es viele meiner Mitstudenten sind. Denn ich sehe da Folgendes:

Der Staat hat in den letzten Jahren eine sehr große Menge Geld für die Rettung seiner Wirtschaft ausgegeben, welche ins Wanken geraten ist, weil irgendwelche Heinis Mist gebaut haben und dies inzwischen auch wieder mit Freude tun. Dadurch is nen riesiger Haufen Kohle verbrannt worden. Weg!

Der Staat hat seine Ausgaben über höhere Verschuldungen finanziert. Sprich: Wir sind noch mehr pleite als sonst! Und das will der Staat bestimmt ändern.

Ich vermute mal, dass der Staat bestimmt auch wieder bei den Unis den Geldhahn weiter zuziehen wird, wodurch die Bedeutung der Studiengebühren für unsere Bildung weiter zu nehmen wird.

Dennoch finde ich es scheiße, dass ich für etwas, was dieses Land groß gemacht hat (die Bildung) Geld zahlen muss! Nur damit das klar ist: Ich bin kein Freund der Studiengebühren, ich versuche sie nur zu verstehen!

Auf ner ganz anderen Seite, finde ich die Art und Weise wie gestreikt wird auch irgendwie seltsam. Alleine das Wort „Bildungsstreik“ ist lachhaft! Die Aussage die dahinter steht ist: Ich lerne nicht für eine Klausur, welche am Ende des Semesters so oder so auf mich wartet, um den Leuten zu zeigen dass mir meine Zukunft Bildung wichtig ist!

Hallo! Studenten sind keine Angestellten eines Unternehmens, die irgendwelche Dienstleistungen erbringen, mit denen dieses Gewinne macht! Studenten sind eher Kunden! Diese könnten mit einem Konsumstopp Druck auf die Unis ausüben. Allerdings ist ein Bildungsstreik kein Konsumstopp… denn die Studiengebühren werden trotzdem gezahlt. Das ist ungefähr so, als würden die Abonnenten einer Zeitung diese dadurch bestreiken, dass sie die tägliche Ausgabe immer sofort ins Altpapier werfen würden.

Jetzt werden einige natürlich sagen: „Okay Jonsey, was schlägst du denn vor?“

Und ich würde sagen: „Öhh… keine Ahnung!“

Denn wir Studenten haben nicht wirklich viele Hebel die wir drücken können. Wenn wir nicht lernen, schlägt sich das in unseren Noten wieder, womit wir uns in den eigenen Schwanz beißen.

Die Hörsäle und Unis zu besetzen geht in die richtige Richtung, stört aber zu wenig Leute extern, wodurch sämtliche Informationen über die Streiks nur durch die Medien publik werden. Und alles im Fernsehen und in den Zeitungen steht ist nicht so real wie das, was mir in der wirklichen Welt passiert.

Außerdem, wie gesagt, sehe ich den Studenten als Kunden an, also bin auch ich, der für seine Ausbildung zahlt. Und wenn ich mich nicht aus freien Stücken dazu entschlossen habe, zu streiken, will ich erst recht nicht dazu gezwungen werden! Man könnte meinen, dann würde aus Bildungsstreik Bildungsraub. Aber das ist ein anderes Thema.

Was ich als effektiv empfinden würde, wären Aktionen, welche die Innenstädte lahmlegen. Natürlich aber friedlich bleiben! So denke ich, dass man bestimmt ein gehöriges Maß an Aufmerksamkeit erlangen würde, wenn man während der Rushhour wichtige Verkehrsknotenpunkte mit Sitzstreiks lahm legen würde. Vier bis Fünf dieser Aktionen würden die Pressewirkung von einer wochenlangen Belagerung eines Hörsaales bringen. Aber (um den BND-Beamten der diese Zeilen liest zu beruhigen) sehe bei einer solchen Aktion auch viele Nachteile, weshalb ich bei so was auch nicht mitmachen würde.

Unter anderem besteht bei einer solchen Aktion, egal wie friedlich sie auch geplant gewesen mag, immer die Gefahr, dass sich radikalere Elemente unter die Demonstrierenden mischen, einfach nur der Protestes und nicht der Sache wegen. Durch solche Spackos würde die ganze Sache schnell entgleiten, wodurch es zu negativer PR für die Sache kommt.

 

Zusammenfassend kann man sagen:

Ich verstehe warum gestreikt wird, stimme aber nicht mit allen Forderungen überein. Bin aber der Meinung, dass so wie gestreikt wird kaum Erfolge erzielt werden. Ich weiß aber auch, dass wir nicht viele Alternativen haben, ohne radikal zu werden, wo ich aber strikt gegen bin.

Scheißsituation halt.

Jetzt weiß der geneigte Leser, wie ich zu der Bildungssituation im Lande stehe. Oder besser er weiß, dass ich keines der Lager (Demonstranten vs. Politik) im Recht sehe!

Stehe für Diskussionen in den Comments immer gerne zur Verfügung.